„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“

Wer hätte diesen – auffallend schnell gesprochenen – Warnhinweis nicht schon einmal in Werbesemdungen gehört? Gerade während ich diesen Blog schreibe, meldet der deutschsprachige Sender auf Mallorca, dass eine Pharmafirma ihr Medikament zur Blutdrucksenkung zurückrufen muss – wegen gefährlicher Nebenwirkungen!

Ein paar Beispiele: Die bekanntesten „Nebenwirkungen“ von Medikamenten gegen Bluthochdruck sind Schwindel, chronische Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Herz-Rhythmus-Störungen, Impotenz, Depressionen, Demenz usw.

Ich weiß, manchmal geht es nicht anders als mit Medikamenten, und auch den behandelnden Ärzten bleibt oft nichts anderes übrig, als den Rezeptblock zu zücken, wenn sie ihrem Patienten helfen wollen.

Tatsache jedoch ist: Nahezu alle starken Medikamente haben unerwünschte Nebenwirkungen. Wussten Sie z. B., dass allein am guten alten Aspirin jährlich Tausende von Menschen sterben? Häufige Folgen  bei Schmerzmitteln sind Magen-blutungen, Magengeschwüre, Nierenschäden. Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, solchen Schäden weitgehend entgegen zu wirken. So haben etwa Wissenschaftler der Universität Münster herausgefunden, dass gefährliche Nebenwirkungen von Aspirin durch eine begleitende Einnahme von Vitamin C (400 mg täglich, über den Tag verteilt) entscheidend gemildert werden können. Man kann den Magenschutz noch verbessern, indem man zusätzlich Vitamin E (bis zu 400 IE = Internationale Einheiten pro Tag) zu sich nimmt.

Gefährlich sind auch die Medikamente, die in Europa bei psychischen Problemen immer häufiger verschrieben werden. Die Nebenwirkungen: Trockener Mund, Gewichtszunahme, verschwommenes Sehen, Schlaflosigkeit. Auch hier gibt es, ähnlich wie beim Aspirin, Möglichkeiten, diese Gefahren zu vermeiden. So können Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) die mentale Gesundheit fördern – ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Die therapeutische Dosierung für Fischöl liegt bei 2 – 4 Gramm täglich. Bei so genannten bipolaren Störungen liegt die Dosierung bei 10 Gramm. Beim Vitamin D3 liegt die tägliche Dosis bei 5000 bis 7000 IE.

Vor allem Patienten, die auf eine Langzeit-Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, sollten wissen, dass manche dieser chemischen Keulen zu einem gefährlichen Vitaminmangel (Hypovitaminose) führen können.

Zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten zählen Schmerzmittel (über 100 Millionen Verordnungen) – und allein daran sterben jährlich über 5000 Deutsche!

Wer langfristig auf Schmerzmittel angewiesen ist, sollte entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen, möglichst in Abstimmung mit Ihrem Therapeuten.

Vitamin C und E habe ich bereits erwähnt. Bei den ebenfalls massenhaft verordneten Medikamenten, die den Cholesterin-Spiegel senken sollen, hilft als Schutz vor Nebenwirkungen das körpereigene vitaminähnliche Coenzym Q10 (50 bis 100mg täglich). Häufigste unerwünschte Nebenwirkungen der Cholesterrin-Senker, so genannte Statine, sind Herz- und Muskelprobleme.

Auch Kortison-Präparate, die vor allem bei chronischen entzündlichen Krankheiten (u. a. Asthma, Rheuma, Schuppenflechte usw.) verschrieben werden, haben  Nebenwirkungen, nämlich Knochenschwund (Osteoporose). Daher sollte bei solch einer Medikation immer ein Kalzium-Präparat zusätzlich eingenommen werden..

Viele der häufig verschriebenen Arzneimittel sind wahre Vitalstoffräuber. Diese Nebenwirkungen können durch zusätzliche Gaben von Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) abgefedert werden.

Und noch ein letzter Tipp: Falls Sie mehr über alternative Heilmethoden erfahren möchten, empfehle ich Ihnen mein Buch LEBEN OHNE ÄRZTE, erschienen im Gebr. Mai Verlag, Berlin.