Wie wichtig ist Vitamin-B?

Die Bedeutung des Vitamins B wird einem erst so richtig bewusst, wenn man zu wenig davon hat. Eigentlich ist es eine ganze Familie, von der jedes der acht Mitglieder eine besondere Bedeutung hat. Die wichtigsten sind: Vitamin B1 (Thiamin) dient der Energiegewinnung aus unserer Nahrung, sorgt dafür, dass unser Nervensystem funktioniert.

Vitamin B2 (Riboflavin) Ist wichtig für die roten Blutkörperchen, schützt die Augenlinse.

Vitamin B3 (Nikotinsäure);

Vitamin B9 und B11 (Folsäure)

Vitamin B12 Cobalamin)

Die B-Vitamine sorgen dafür, dass unser Stoffwechsel und unser Nervensystem problemlos funktionieren. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich, daher sind Über-dosierungen eher selten. Was der Körper nicht braucht, scheidet er mit dem Urin aus. Im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen A, E, D und K.

Erhöhter Vitamin B-Mangel besteht vor allem in der Schwangerschaft, in der Still-zeit, in Stress-Situationen und oft auch in fortgeschrittenem Alter. Neuere Forschungen ergaben, dass ältere Menschen oft an einem Mangel an Folsäure und Vitamin B12 leiden. Der Mangel an B-Vitamin im Alter kann zu Herz-Kreislauf Erkrankungen führen, auch zu Osteoporose, daher die häufigen Knochenbrüche bei älteren Menschen, Betroffen ist oft auch das Gehirn, was nicht selten eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses zur Folge hat.

Die gute Nachricht ist: Ein Mangel an Vitamin B kann durch entsprechende Präparate behoben werden. Am besten geschieht das mit einem Kombinations-Präparat aller acht B-Vitamine, denn es hat sich gezeigt, dass sich diese Vitamine gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen sollten daher darauf achten, dass ihr Körper stets aus-reichend mit B-Vitaminen versorgt ist. Sprechen Sie darüber auch offen mit ihrem Hausarzt oder Therapeuten. Ein besonders wichtiges Mitglied der Vitamin B-Familie ist die Folsäure, denn sie sorgt für ausreichende Blutbildung. Ein Mangel an Folsäure kann zu Blutarmut führen, oft auch zu häufigem Nasenbluten und zu verlangsamter Wundheilung.

Folsäure (Folat, Vitamin 9 und 11 oder auch als Vitamin M bezeichnet) ist in pflanzlicher Nahrung (u, a. Blattgemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte Rote Rüben, Walnüsse, Weizenkeime) und in tierischen Lebensmitteln enthalten, vor allem in Rinds- und Schweineleber und Eigelb. Vitamin-Forschungen zeigen, dass eine gleichzeitige Gabe von Vitamin C die Aufnahme der Folsäure durch den menschlichen Körper verbessert.

Da die Folsäure stark hitzeempfindlich und wasserlöslich ist, empfehlen Ernährungs-experten ein schonendes Garen in wenig Wasser, wobei das Kochwasser weiter verwendet werden sollte.

Alkoholismus, Infektionskrankheiten, Mangelernährung, Einnahme der Anti-Baby-Pille können den Folsäuregehalt stark mindern. Unerwünschte Nebenwirkungen bei sehr hoher Folsäureaufnahme sind bisher nicht bekannt.

 

Und auch heute möchte ich meine Leser, die sich für alternative Heilmethoden interessieren, auf mein Buch LEBEN OHNE ÄRZTE, erschienen im Gebr. Mai Verlag, Berlin, aufmerksam machen.