WENIGER ESSEN – LÄNGER LEBEN

An sich halte ich nicht viel von diesen verschiedenen Formen der verbissenen Fasterei, aber neulich habe ich eine wissenschaftliche Untersuchung aus den USA gefunden, die ich so gut finde, dass ich sie an meine Leserinnen und Leser weitergeben möchte. Es handelt sich um eine Art „Fasten zwischendurch“. Ich hab’s probiert und es hat mir gut getan. Besagte Untersuchung hat nämlich ergeben, dass diese Art von Kalorien-Reduzierung besser ist und sich leichter durchführen lässt als irgendwelche strapaziösen Diäten.

„Intermittent Fasting“ (IF), also zwischenzeitliches  Fasten, nennt sich die neue Methode, die es ermöglichen soll, länger und gesünder zu leben. Das Grundprinzip besteht darin, dass man ein oder zwei Tag pro Woche nichts und während der anderen fünf Tage normal isst, wobei die letzte Mahlzeit des Tages spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden sollte. Dr. Joe Mercola, der Erfinder dieser Diät-Variante, nennt folgende Vorteile des zwischenzeitlichen Fastens:

  • es fördert Gewichtsabnahme,
  • es verringert Entzündungen,
  • es normalisiert den Blutzucker,
  • es fördert Energie und Konzentrationsfähigkeit,
  • es verbessert die Gehirnfunktion,
  • es normalisiert den Blutdruck,
  • es unterstützt die wichtigen Darmbakterien,
  • es verbessert den Kreislauf und die Herztätigkeit
  • und es verlangsamt das Altern.

Um das zwischenzeitliche Fasten richtig zu nützen, empfiehlt Dr. Mercola, frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, ferner Omega 3-Fettsäuren, Grünen Tee und erstaunlicher Weise auch dunkle Schokolade und Rotwein. Was den Alkohol betrifft, so zeigen Untersuchungen, dass Männer wie Frauen, die mäßig trinken, also ein bis zwei Gläser Wein pro Tag, eine längere Lebenserwartung haben, dass aber  diejenigen, die mehr trinken, ihr Leben um bis zu 42 Prozent verkürzen. Interessant auch: Menschen, die ihr Essen selbst zubereiten, leben laut Statistik länger als die, die meist auswärts essen.

Wichtig ist ferner viel Bewegung. Lebensverlängernd sind regelmäßige körperliche Übungen – mindestens 150 Minuten pro Woche – wie Gehen, Schwimmen, Radfahren und auch Yoga, denn sie helfen, Stress und Ängste zu vermeiden. Es ist jedenfalls wichtig, aktiv zubleiben,  um gesund alt zu werden.

Wer dieses Ziel anstrebt, so die US-Altersforscher, sollte unbedingt eine positive Lebenseinstellung haben und möglichst oft herzhaft lachen. Es hat sich sogar gezeigt, dass Menschen, die öfter lächeln, länger leben, als jene, die griesgrämig durchs Leben gehen.

Rat von Leon Totura, der 102 Jahre alt wurde: „Trinken Sie weniger Kaffee, essen Sie weniger Speck und meiden sie andere ungesunde Gewohnheiten. Falls Sie nicht auf etwas verzichten können, das Sie lieb gewonnen haben, dann tun Sie es wenigstens mit Mäßigkeit.“

Weitere wichtige Gesundheitstipps finden Sie in meinem Buch LEBEN OHNE ÄRZTE (Gebr. Mai Verlag, Berlin)